Musikstöckchen

Nach dem ganzen ernsten Gequatsche ist mal wieder etwas Luftig-Leichteres an der Reihe, und so habe ich mir ganz flugs mal das Musikstöckchen geklaut, das grad die Runde in meinem Feedreader dreht. Also: “Beantworte die folgenden 14 Fragen mit Hilfe von Musiktiteln”, geht klar.

Männlich oder weiblich:

Rebel Girl (Bikini Kill)

Beschreibe dich möglichst akkurat selbst:

Alone I Break (Korn)

Wie denken andere über dich:

Are You the Rabbit? (Marilyn Manson)

Beschreibe wer du gern wärst:

Queen of the Damned (Korn&Slipknot)

Beschreibe deinen Lebensstil:

Home Is Where The Heart Is (Walls of Jericho)

Dein Lieblingshobby:

Tanzt kaputt was euch kaputt macht (Straftanz)

Deine Stadt:

The Greatest Gift of God (Heaven Shall Burn)

Wo siehst du dich selbst in 10 Jahren:

Supermassive Black Hole (Muse)

Eigenschaft die du an Menschen schätzt:

The Only Truth (Heaven Shall Burn)

Eigenschaft die dich nervt:

Pure Hatred (Chimaira)

Lebensmotto:

This is Now (Hatebreed)

Ziel/ Wunsch für 2009:

Sex, Drugs and Industrial (Combichrist)

Wie denkst du selbst über dich:

Pieces Mended (The Used)

Tatort Frau

Damals bei „The Hills Have Eyes“ war ich noch furchtbar geschockt und habe mich wochenlang danach noch geärgert diesen Film gesehen zu haben. Heute bin ich innerhalb weniger Wochen gleich dreimal mit dem Thema in Filmen konfrontiert worden. Das mag an der zufälligen Auswahl meiner Filme liegen, aber „City of the Blind“, der letzte Münster-Tatort und der neue James Bond haben nicht gerade viel gemeinsam, und in allen drei Filmen gibt es mehr oder weniger eindeutige Vergewaltigungsszenen.

Ich bin mir nicht sicher, ob das Thema häufiger wird oder die Anspielungen einfach deutlicher werden (und natürlich ist das ganze hier nicht faktenbasiert, für eine genaue Studie habe ich weder Zeit noch Lust), aber ich finde es ganz furchtbar, dass das Thema massentauglich wird. Ich habe Angst, dass dadurch, dass das Thema immer häufiger (wenn es denn so ist) als besonderer Schock-Effekt eingesetzt wird, die Betroffenheit, ja das „Geschockt-sein“ abgenutzt wird, so wie das mit Prostitution und Hardcore-Pornographie schon der Fall ist. Ich will in Mainstream-Filmen einfach nicht sehen, dass es Männer gibt, die Frauen alleine aufgrund ihres Geschlechts nicht als gleichwertige Menschen ansehen, die jeden Respekt vor dem Menschen verloren haben. Das in der Realität, in den Nachrichten, in Büchern zu sehen ist schon schlimm genug, aber bitte nicht auch noch in Mainstream-Filmen! Ich ertrage es nicht, diese ultimative Erniedrigung so deutlich dargestellt zu sehen. Ich bitte euch, der neue James Bond ist ab 12! Und ich will nicht wissen, wieviele Kinder/ Jugendliche den Münster-Tatort am letzten Sonntag gesehen haben, gerade die Tatorte aus Münster sind doch eigentlich immer ziemlich lustig aufgemacht. Es handelt sich also bei den dreien nicht um irgendwelche krassen Thriller/ Horrorfilme, wie „The Hills Have Eyes“ einer ist, (vielleicht „City of the Blind“ noch am ehesten, aber eigentlich eher auch nicht) sondern um ganz normale Unterhaltungsfilme.

Ich will nicht sagen, dass das Thema Vergewaltigung ganz ausgespart werden müsste - gerade in Kriminalfilmen wie dem Tatort kann das Thema natürlich auftauchen - aber bitte, die Frage sollte erlaubt sein, ob man das wirklich so krass deutlich darstellen muss. Da fehlt zum Teil wirklich jede Art von Feingefühl. Warum auch, je deutlicher, desto schockender - oder empfinden die Filmemacher ihre Darstellungen nicht mehr als schockend? Bei mir jedenfalls zieht sich schon bei dem Gedanken daran alles in mir zusammen, ich brauche dafür keinen plumpen, unkreativen Regisseur, der sich womöglich an den Erniedrigungen selbst aufgeilt.

Genau so!

Oh my god, diese Seite will ich für Deutschland auch! Und für die EU! Ach mann, es könnte so einfach sein.

Weihnachten und Sonntagmorgen

Sonntagmorgen.com, der beste Kaffeeröster der Welt (räusper räusper) verlost einen Kaffee-Adventskalender, und ich will ihn uuunbedingt gewinnen! Also verbrachte ich meine kostbare Zeit damit kreativ zu sein, und hier ist das Ergebnis:

(Klicken für größere Version)

Time for change


Mit diesem Lied möchte ich gerne ganz pathetisch dem gestrigen Tag gedenken. Mir ist aufgefallen, dass ich während der gesamten Zeit in der ich politisch interessiert bin, die USA nie als einen großen Hoffnungsträger, oder ein Land zu dem man aufschauen sollte erfahren habe, sondern immer nur als einen Störfaktor der internationalen Gemeinschaft. Es wäre irgendwie schön, wenn sich das jetzt ändern würde. Aber ich finde, man sollte die Euphorie auch nicht übertreiben, denn wie ich irgendwo im Netz gelesen hab (ich vergess leider immer so schnell wo..): Jetzt müssen die Leute nur noch realisieren, dass Obama nicht der Messias ist. Diese ganze Obama-manie kommt mir teilweise schon etwas unheimlich vor, aber auf rationalerem Weg hätte er natürlich vermutlich nicht so viele Menschen erreicht. Ich krieg nur Gänsehaut wenn ich daran denke, bei einer deutschen Wahl hätte jemand so eine Kampagne gefahren. Ich glaube nicht, dass ich denjenigen dann gewählt hätte. Mir sind diese im Vergleich dazu schon eher moderaten deutschen Wahlkampagnen in denen man sich frei und ohne moralische Zwänge für eine Richtung entscheiden kann wesentlich lieber. Aber gut, Obama scheint ja wirklich eine positivere Richtung einschlagen zu wollen. Ich finde, jemand sollte ihm in den ersten Tagen seiner Amtszeit direkt mal das Kyoto-Protokoll zu schicken zwecks Beweis seines Gutmenschentums. Und den Sozialpakt der UN-Menschenrechtsverträge gleich hinterher. Dann können wir verhandeln über Hoffnungsträger und Messias.