Begrenzte Überschriften-Level
Die Überschriften-Elemente in HTML und XHTML sind h1 h6. 6 Ebenen sind ziemlich knapp kalkuliert, wenn ich an komplexe Verzeichnisse oder ausführliche Artikel denke. Das wird aber in XHTML 2.0 kein Problem mehr sein, da dort mit verschachtelten Sektionen (section) gearbeitet wird, die dann die Wichtigkeit/Größe des einfachen H-Elements bestimmen.
Tags in Attributen
Schonmal in einen Title-Attribut "HTML" geschrieben? Schonmal drüber nachgedacht, dass das "HTML" eigentlich auch als Abkürzung ausgezeichnet werden müsste? Bis jetzt ist es in HTML und auch nicht in XHTML möglich.
Allgemein verwendbares Attribut für CSS
Um in CSS gleichen Elementen verschiedene Eigenschaften zuzuweisen, arbeitet man meist mit Klassen (class-Attribut) oder eindeutigen Identifikation (id-Attribut). Jedoch werden diese genauso zur Steuerung von JavaScript benötigt. Da könnte es zu Konfikten kommen.
Beispiel: Die Zeilen einer Tabelle sollen abwechselnde Hintergrund-Farben zugewiesen bekommen (Sichwort Zebra-Tabelle). Außerdem soll beim Event onclick einer Zeile, die jeweilige Zeile eine andere Klasse bekommen. Damit man dies nur mit einzelnen Zeilen erreicht, werden IDs eingesetzt. Das ganze wird ohne Inline-Stile schon ziemlich schwierig.
Da wäre es doch viel praktischer, wenn man ein semantisch unrelevantes Attribut nutzen könnte um die Elemente per CSS zu gestalteten. "Styleclass" oder "Theme" würden sich als Name anbieten.
Fazit
Man sieht also, dass HTML noch verbesserungswürdig ist. Vielleicht werden wir in 15 - 20 Jahren mit einer nahezu perfekten HTML-Version arbeiten können. Bis dahin kann ich nur wieder sagen: Abwarten und Tee trinken.
Also ich kann das mit der Zebratebelle nicht nachvollziehen, wo soll denn das Problem sein? Ich habe für das CSS zwei klassen odd und even die ich abwechselnd den einzelnen tr gebe. Und dann habe ich noch eine klasse hover die ich dem tr mittels JS (was ja eigentlich nur für den IE notwendig ist) dazugebe wenn gehovert werden soll und das tr hat dann zum Beispiel die Klassen odd und hover. Sobald nicht mehr gehovert werden soll nehme ich die hover wieder weg und es bleibt nur noch odd übrig, also der orginalzustand. Wo sich die zwei jetzt beißen verstehe ich nicht.
Und HTML-Tags in attributen, seien wir mal ehrlich, braucht kein Mensch, schreib es doch einfach aus wenn du meinst dass es sonst jemand nicht verstehen würde.
Also das mit den Überschriften kann ich auch nicht nachvollziehen. Genauso muss ich beim Zebratebellenthema Jeena rechtgeben.
Was man jedoch tatsächlich noch verbessern könnte, wäre vielleicht die Navigation. Hätte man z.B. ein eigenes, logisch verschachtelbares bzw. Hierarchie-fähiges und nur für Navigationslisten bestimmtes Element, so könnte man unabhängig vom Stylesheet mit den jeweiligen Ausgabegeräten - ich meine jetzt eher Handys, Screenreader usw. - standardisiert und direkt eine geordnete, immer gleich beschaffene Navigation benutzen. Ein Blinder könnte so z.B. per Sprachsteuerung einfach "Menü" o.ä. zu seinem Computer sagen und dann das Menü vorgelesen bekommen. Aber auch das ist ja eigentlich eine im Moment eher unwichtige und überflüssige Verbesserung und eher so ein akutes Hirngespinst von mir.
Eigentlich sollte es reichen, seine Dokumente anständig und logisch zu strukturieren und die Elemente genau nach vorherbestimmtem Verwendungszweck einzusetzen. Damit kommt man sowohl den Besuchern als auch sich selbst schonmal ein ganzes Stück entgegen. Trotzdem bin ich gespannt, was die Zukunft noch bringt und freue mich natürlich über jede Verbesserung.
Ach ja, hauptsächlich kämpfe ich im Moment eigentlich mit den verschiedenen Zeichensätzen unter HTML in Verbindung mit Datenbanken bzw. bei Ausgabe des Dokumentes als XML-Dateityp und in Verbindung mit Mails unter PHP (z.B. bei russisch, englisch und deutsch im selben Dokument oder Formular). Hier könnte man sicherlich auch noch einiges verbessern und/oder vereinfachen!
Jeena, von hover habe ich nicht geredet. Aber ich habe gerade mal gecheckt, dass es doch einigermaßen einfach ist. Danke also für den Hinweis.
Hmmm, das mit dem eigenen Tag für Navigationsleisten halte ich für a)übertrieben und b)dem einfachen Erstellen von html-Quelltext nicht eben förderlich. Mehr Tags bedeuten mehr Komplexität und mehr Lernaufwand. Navigationslisten kann man prima in Listen (ol oder ul) packen. Und um diese Listen von anderen Listen abzuheben gibt es die Möglichkeit der passenden Klassennamen. Die Initiative rund um die Microformats weist da mMn den richtigen Weg. Praktischerweise kollidiert eine ul class="navigation" nicht mit einem li class="odd".
Der Ansicht, daß eine Beschränkung auf 6 Überschriftenlevel ungeschickt ist, teile ich allerdings. Mag sein, daß 6 Level nur selten erreicht werden, aber Einschränkung bleibt Einschränkung. Ohne Beschränkungen designt es sich einfach besser. Egal, welche Einschränkung es wo auch immer gibt, es wird garantiert irgendwann der Fall auftreten, wo diese Einschränkung stört. Und daß sich kaum Jemand (ich auch nicht) vorstellen kann, daß 6 Level nicht reichen sollten, spielt dabei keine Rolle. Bei IBM hat sich Anno Tobak auch Niemand vorstellen können, daß ein Personal Computer jemals mehr als die gigantische Menge von 640 Kilobyte Arbeitsspeicher benötigen könnte. Auch die Einschätzung, daß die Welt niemals mehr als vielleicht 5 Computer jemals brauchen könnte, hat sich als falsch weil kurzsichtig erwiesen. Sollten wir nicht aus der Vergangenheit gelernt haben, niemals irgendwelche Beschränkungen als universelle Konstante ergeben hinzunehmen?
Bei vielen anderen Dingen mag das stimmen, aber es kann eigentlich bei keinem Dokument sinnvoll sein, mehr als 6 Überschriftenlevels zu benutzen - und wir reden hier von Dokumenten. Ein solches Dokument würde man aus Usabilitygründen sowieso auf mehrere Seiten aufteilen und das ein oder andere Überschriftenlevel durch Navigationslisten austauschen.
Genau das stelle ich mir bei Weblogs schwer vor. Ich möchte nicht bei langen Artikeln oder zu vielen Kommentaren blättern wollen. Zumal das auch für Suchmaschinen schlecht wäre... auf welcher Seite soll der Besucher von Suchmaschinen landen?
Ich halte es für müßig, darüber zu diskutieren, ob hier und jetzt, entsprechend unserem aktuellen Verständnis fürs Internet, mehr als 6 Ebenen für was-auch-immer sinnvoll oder nicht sinnvoll sind. Was jetzt und heute ist, ist eine Sache. Was morgen sein wird, das werden wir sehen. Nur wird durch eine künstliche und technisch nicht notwendige Beschränkung möglicherweise ein zukünftiger Weg verbaut.
Wir sollten uns davon lösen, zu glauben, der Weisheit letzen Schluß bereits gefunden zu haben. Zukünftige Generationen werden über unsere Erkenntnisse vielleicht nur lachen. Wir sollten Möglichkeiten offen halten.
Eigene Navigationslisten fänd ich auch praktisch, wenn es sie geben würde, da sie dadurch ein wenig vom Inhalt der Seite getrennt werden würden, mit dem sie ja an und für sich nichts mit zu tun haben.
Die Verschachtelungen in XHTML 2 mit den <section> und <h> werden vielleicht ein wenig kompliziert, dafür kann man sich ? sobald es dann auch die Browser weitgehend verstehen ? wohl Klassen und IDs sparen.
Navigationselemente gibt es doch schon lange, es ist durch das <link> element abgedeckt, das macht doch genau das was die Kommentatoren hier fordern, eie Navigation außerhalb der Seite, die vom Client irgendwie interpretiert und in der GUI angezeigt wird.
Es gab sogar mal <menu>. Aber hat niemand genutzt, deswegen wurd es rausgenommen bzw. als deprecated gekennzeichnet.
In XHTML 2 soll es dann ein <nl> oder derartiges geben.
Michael Ziege
04.05.2006
Hast du mal ein Beispiel parat, in welchem Text es nötig ist, mehr als 6 verschieden dargestellte Überschriften zu benutzen?
Also, Texte werden nicht dadurch lesbarer, dass sie mit endlosen Verschachtelungen versehen werden.