Telefonnummer international angeben
Auf einer Website Kontaktinformationen anzugeben ist sinnvoll und ggf. vorgeschrieben: Eine gewerbetreibende/kommerzielle Website, die deutschem Recht und Gesetz unterliegt, wird mit einem Impressum inkl. Kontaktinformationen der inhaltlich-verantwortlichen natürlichen oder juristischen Person bzw. Personengesellschaft versehen. Eine Telefonnummer der ist Teil dieser Angaben.
Da eine öffentliche Website global erreichbar bzw. theoretisch zugänglich ist, sollte man eine Telefonnummer international angeben. DIN 5008 bietet sich hierfür an – Sie sieht eine Schreibweise für internationale Telefonnummern vor:
+49 251 2877659
Hier einmal in Worten:
+Ländercode Ortsnetzkennzahl Teilnehmerrufnummer-Durchwahl
International ausgerichtete Postanschrift
Die ISO ist eine internationale Vereinigung von Normungsorganisationen, die internationale Normen für alle Bereiche (Ausnahmen: Elektrik/Elektronik, Telekommunikation) erarbeitet. Sie arbeitet erst z.Z. an der ISO/IEC 19773 »Information technology – Metadata Modules (MM)«. Eine international standardisierte Postanschrift wird ihr bei Veröffentlichung unterliegen.
Kurz: Es gibt bislang noch keinen internationalen Standard für die Angabe eine Postanschrift. Man kann sich bei der Angabe für ein international-geeignetes Format entscheiden.
Musterunternehmen Musterstraße 46 12345 Musterstadt Deutschland
In manchen Fällen ist es sinnvoll anzugeben, welches Format man gewählt hat. In diesem Fall wäre es wieder nach DIN 5008. So kann man sich über die Formatierung informieren und Missverständnisse können vermieden werden.
In welcher Sprache man das Land angibt, steht außer Frage. Man hält sich einfach an die im (X)HTML-Dokumentenkopf angegebene Sprache:
<meta name="language" content="de-DE" />
E-Mailadresse im Klartext und mailto:-verlinkt
Um Spam aus dem Weg zu gehen, werden vermehrt Grafiken eingesetzt, die die E-Mailadresse enthalten. Sie sind dann kaum noch von E-Mail-Ernte-Bots (techn. „Harvester“) lesbar. Eine weitere gängige Methode ist die Verschleierung der E-Mailadresse, indem man ihre Sonderzeichen in Worten ausdrückt. Aus »@« wird »at« etc.
Beide soeben genannte Techniken machen aber das Lesen bzw. das Kopieren der E-Mailadresse für den Besucher unnötig schwer, teilweise unmöglich. Der Besucher sollte jedoch nicht unter den Spam-Problemen des Website-Betreibers leiden. Ihm sollte es möglichst einfach gemacht werden. Eine im Klartext notierte und mailto:-verlinkte E-Mailadresse ist wirklich die angenehmste Lösung:
<a href="mailto:martin@labuschin.com">martin@labuschin.com</a>
Wenn der Website-Betreiber sich einen vernünftigen E-Mail Client mit gutem Spam-Filter zulegt (z.B. Mozilla Thunderbird oder Apple Mail) haben beide Seiten ein leichteres Leben.
Das sind nur einige Ideen, die Datenaustausch einfacher für alle machen. Meine Meinung: Erst wenn jeder bereit dazu ist, in diese Richtung zu gehen, haben Microformats auch in der Masse eine Chance.
1. Es muss nicht jeder der eine Webseite in Deutschland betreibt ein Impressum haben. Das muss man nur wenn man damit Geld verdient. Oder wie im TMG steht:
§ 5 Allgemeine Informationspflichten
(1) Diensteanbieter haben für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene Telemedien folgende Informationen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten:
[...]
Das bedeutet wenn du kein Geld mit der Seite verdienst (Werbung oder Banner schalten zählen!) brauchst du auch kein Impressum.
2. Ich glaube mal gehört zu haben das die internationalen Postsprachen auf Französisch und Englisch festgelegt worden sind. Sollte man das Land dann nicht dem nach auf Englsich oder Französisch angeben?
3. Kann man die E-Mail-Adresse im klartext auf die Seite präsentieren aber sie im Quellcode dennoch mit Javascript maskieren. Zugegeben nutzt einem das wenig wenn der Bentuzer kein Javascript aktiviert hat. Aber hierfür lasse ich mir auch noch eine Lösung einfallen.
@Sam:
1. Hier hast du völlig recht. Ich habe es korrigiert. Danke für den Hinweis.
2. Hier kann ich dir nicht zustimmen. Man sollte in der angebenen Sprache bleiben.
3. Hier kann ich dir auch nicht zustimmen. Deine Javascript-Lösung ist eine weitere Hürde für die Besucher, die nicht nötig ist.
Ich bin mittlerweile dazu übergangen die E-Mail Adressen als Entities rauszuschreiben. Also statt a@b.de steht bei mir im HTML Quellcode a@b.de
Bringt wahrscheinlich nicht viel, aber vielleicht ist ja der ein oder andere Robot dabei, der die E-Mail Adressen so nicht auslesen kann.
Hm... Martin, du solltest deiner Kommentarfunktion beim ausgeben vielleicht noch sowas wie ein Rails-Äquivalent zu htmlentities() (http://de.php.net/manual/de/function.htmlentities.php) beibringen....
Philipp, schon erledigt :)
EDIT: War doch noch keine optimale Lösung :(
Christian
21.04.2008
Speziell das mit den Mailadressen sehe ich genauso.
Sofern man sich einmal bei irgendeinem "falschen" Dienstleister mit seiner Adresse registriert ist man doch eh auf ewig im Pool der Spam-Adressen-Verkäufer gelandet, und das geht ja bekanntlich mehr als schnell.
So eine Verschleierung senkt evtl. das Spamaufkommen um einen marginalen Wert, aber wenn man wirklich Spamfrei laufen möchte muss man sich wirklich eine Mail zur internen Kommunikation anlegen, und eine die man für Dienste im Internet nutzt.
Die Verschleierung via Grafik oder Umschreibungen sind nur unflexibel und nicht maschinell lesbar.
Bei Punkt 2 hingegen wollten die meisten Kunden noch ein (0) zwischen Landesvorwahl und Stadtvorwahl, find ich selber auch doof, weil wer bitte weiß denn heute immer noch nicht das die +49 der Ersatz für die 0 ist, aber der Kunde ist König ;)