Nochmal bitte: Was ist Google Wave?
Google Wave ist laut Definition ein „Echtzeit-Kommunikations- und -Kollaborationsintrument“. Doch was bedeutet das konkret? Dafür habe ich eine eigene Erklärung für mich zusammengestellt:
- Nachhaltig wie E-Mail - Waves lassen sich in Ordner archivieren. So kann man Waves genauso lange behalten, wie E-Mails. Die Mute-Funktion lässt Waves nicht mehr in der Inbox aufpoppen, sodass man aktive aber nicht mehr für einen selbst interessante Waves trotzdem behalten kann.
- Direkt wie Chat - Da man Blips (Antworten in einer Wave) schon vor dem Absenden lesen kann, lassen sich Unterhaltungen sehr direkt führen. Das geht manchmal sogar besser von der Hand als in vielen IM-Clients.
- Flexibel wie ein Wiki - Waves lassen sich nachträglich bearbeiten, mit Richtext formatieren und mit Bildern oder Karten versehen wie ein Wiki. So erhält man hochwertige interaktie Inhalte, wenn man es denn möchte.
Einsatzgebiete
Da Wave noch nicht für jeden zugänglich ist, ist es noch kein Ersatz für die E-Mail. Jedoch lassen sich bereits jetzt für bestehende Nutzer praktische Sachen anstellen:
- Einfache Konversationen lassen sich schon sehr gut mit Google Wave durchführen.
- Umfragen stellen, Treffpunkte ausmachen ist eine ganz neue Angelegenheit geworden, da jeder in Echtzeit sieht, wie die anderen Teilnehmer reagiert haben.
- Kollaborative Dokumente mit beliebig vielen Leuten vornehmen und noch zusätzlich andere Leute einfach zuschauen lassen.
- Fotos vorstellen und austauschen ist mit Google Wave wirklich intuitiv. Per Drag and Drop Bilder hochladen ist schon sehr angenehm.
Mein Wunsch für die Zukunft
Ich wünsche mir, dass Google Wave die E-Mail in greifbarer Zukunft ablöst. Google Wave löst wirklich viele Schwächen der 40 Jahre alten E-Mail:
- Keine unübersichtlichen Weiterleitungen mehr
- Richtext und Bebilderung ist für jedermann möglich
- Effiziente Gruppenunterhaltungen führen
- Kontakte einander direkt vorstellen
- Rechtschreibfehler nachträglich selbst korrigieren oder von anderen machen lassen
- ...
Kontakt
Ich bin in Google Wave übrigens als labuschin@googlewave.com bekannt. Ich freue mich auf interessante und geekige Unterhaltungen :)
Danke, jetzt weiß ich endlich, dass Mute eine sinnvolle Funktion ist! ;-)
Mir fehlt irgendwie noch eine echte Schnittstelle zu Twitter oder Facebook. Die bisherigen Gadgets sind etwas dreckig.
Leider ist die TimeLine auch chronologisch statt umgekehrt-chronologisch sortiert.
Schließlich wäre es fein, wenn Wave abwärtskompatibel zu normalen Mails wäre, da diese selbst bei einem Wave-Erfolg gewiss noch zehn Jahre existieren werden. Ist das eventuell nur eine Eigenart der Alpha?
Philipp Maan: Das ist verständlich :)
Wuestenigel: Ich denke sehr stark, dass man in Wave bald E-Mails einbeziehen und auch mit Wave darauf antworten kann. Ist meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit.
Wir nutzen die Wave auch bereits um unsere Projekte nach einem Pseudo Scrum verfahren zu planen und auszuführen. Klappt ziemlich gut und wird aktiver genutzt als irgendwelche Collaboration-Lösungen.
Schade das die Bilderfunktion etwas unflexibel ist. Ich habe es noch nicht fertig gebracht, ein Bild an beliebiger Stelle hinzumachen. Es wird immer ans Textende gesetzt und lässt sich irgendwie nicht verschieben.
Aah Gehirnknoten!! Nein, super Artikel :)
Ach, Miriam, du steigst da auch noch hinter :)
Hi Martin,
mir erscheint die Wave bislang als ein weiteres Collaboration-Tool, das den Sprung ins Unternehmen nicht schaffen wird. Zumindest nicht in der jetzigen Version.
Aber mit einem derartigen gehype bleibt es natürlich spannend..
Grüßle
@wuestenigel: "Dufollow"!
Hendrik, da Wave auch als Open-Source-Lösung im geschlossenem Netz einsetzbar ist, könnte das doch für viele Unternehmen in Frage kommen. Dauert nur etwas :)
Philipp Maan
22.10.2009
Auch hier freut sich schon jemand da drauf. ^_^