Frauenpower
Warum stehen in der Buchhandlung meines Vertrauens unter “Frauenpower” moderne Liebesromane? Ist die Kunst sich möglichst sinnlos in den Falschen zu verlieben, das Herz gebrochen zu bekommen, dem armen falschen Kerl der nichts dafür kann dass er ein Arsch ist es heimzuzahlen und dann auf wundersame Art den Richtigen zu finden etwa Frauenpower? Oder die Kunst, diese Bücher unterhaltend zu finden? Ich bitte euch, in was für einer Welt leben wir eigentlich?!
Noch negativ fasziniert von dieser Erkenntnis wandele ich aus dem Buchladen und ein Stückchen weiter in ein Klamottengeschäft (nicht meines Vertrauens, aber man muss ja allem eine Chance geben). Noch bevor mein Blick sich in dem Gewirr aus Sternchen und Totenköpfchen zurecht finden kann, bekomme ich die volle Dröhnung: “Du hast den schönsten Arsch der Welt” in zehntausendfacher Wiederholung einer dumm-netten Frauenstimme zu einer furchtbaren Discopop- (oder was weiß ich) Melodie. Aaaah!!! Leute - wo leben wir??
Update: Ich seh grad - dieser Song ist auf Platz drei der deutschen Charts… Ich möchte mich auf der Stelle ausbürgern lassen.
Martin Labuschin
8. November 2007 um 17:52 Uhr
Das ist vielleicht ein bescheuerter Liedtext von “Du hast den schönsten Arsch der Welt”. Zu dem Video sag ich aber jetzt nix ;)
Miriam
8. November 2007 um 17:55 Uhr
Genau darum hab ich das Video nicht gepostet - damit so ein Kommentar nicht kommt. Aber bitte, wenn du dich unbedingt outen möchtest.. ;)
Vreni
9. November 2007 um 12:07 Uhr
Ich kenne das Lied zum Glück nicht und möchte es auch nicht kennen! Aber zu den Charts muss man eh nichts mehr sagen, oder?? Die dort vertretenen hörbaren Lieder lassen sich doch echt an einer Hand abzählen … nenenene. Und das Erlebnis mit den Sternchen und Totenköpfen habe ich auch andauernd - aaaaah! Hoffentlich ist das bald vorbei!!!
Miriams Blog » Poertgen Herder und die Frauen
11. Juli 2008 um 13:44 Uhr
[…] an dem Wort “Frauenpower” ist eigentlich so schwer zu verstehen? Ich hab es schonmal erwähnt, aber ich muss mich nochmal aufregen: Wieso stehen unter dem Schlagwort […]