Humboldt, alter Kumpel

Ich will die ganze Woche schon bloggen, aber wie soll man denn bitte kreativ sein bei dem Leistungsdruck? Gestern in einer Vorlesung einen Magister-Studenten getroffen, der doch tatsächlich nur da saß weil es ihn interessierte! Ach wie gern würde ich nur aus dem Grund studieren. Ich würde gern mein ganzes Leben damit verbringen, interessante Vorlesungen zu besuchen und meinen Horizont zu erweitern, das wäre toll. Von horizontaler Erweiterung dieser Art des Studierens ist man zumindest in meinem Studiengang (wo ich jetzt im fünften Semester wieder nach Enschede muss), weit entfernt. Ich bin keine Vertreterin der Ansicht, dass es am sinnvollsten ist, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel in den Kopf zu stopfen um möglichst schnell die Uni wieder verlassen zu können und (nicht wesentlich schlauer als vorher) in den Arbeitsmarkt einzutreten. Im Gegenteil, ich finde man sollte so viel studieren können wie man Lust hat ohne irgendwelche existenziellen Ängste zu bekommen angesichts der Aussicht auch nur ein Semester über der Regelstudienzeit zu liegen. So, just my two cents. Jetzt widme ich mich wieder einem Kurs, der in Sachen möglichst viel in möglichst kurzer Zeit dem Fass wirklich den Boden ausschlägt. Übrigens ein Kurs an der Uni Twente (Enschede), die drüben sind nämlich noch viel ärmer dran als wir, oder vielleicht hab ich auch nur das Konzept nicht richtig verstanden.

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