Web2.0, Zeitmanagement und andere Aussichtslosigkeiten
Web2.0 ist furchtbar. Es ist ein Fluch. Jetzt sitz ich hier schon wieder vorm PC und denke mir wie langweilig – ich hab alle Feeds durch, alle neuen Twittereien gelesen, nichts neues auf meiner Studivz-Pinnwand und bei Myspace sowieso nicht. Dabei hätte ich soviel Besseres zu tun! Ich weiß bloß nicht wo ich anfangen soll. Hier im Netz hab ich schön alles geordnet. Erst werden Emails abgefragt, um gegebenenfalls über neue Einträge auf Studivz oder Myspace informiert zu werden, dann der Browser geöffnet um in hierarchischer Reihenfolge meine drei Startseiten zu besichtigen. Erst Netvibes mit meinen Feeds, wo dann alle interessanten Beiträge in neuen Tabs geöffnet werden, dann dieser wunderhübsche Blog um mich an meinem Design aufzugeilen, und dann Youtube, um zu sehen, was da für nette zeitverschwenderische Möglichkeiten gerade aktuell sind. Warum kann man nur den Alltag nicht genauso schön durchstrukturieren? Erst etwas lernen, dann etwas schreiben, dann etwas lesen… Aber irgendwie gibt es keine hierarchische Reihenfolge, alles ist gleichwichtig und sollte am besten sofort gemacht werden – also mache ich einfach was anderes.
Das war jetzt wohl der sinnloseste Beitrag den ich bisher geschrieben hab, aber zumindest hab ich etwas Zeit totgeschlagen, die ich besser mit lernen hätte verbringen können.
marten
29. November 2007 um 16:29 Uhr
sinn wird überbewertet :D
einfach handeln und so weiter machen oder mal an die frühjahrsluft gehen.
Miriam
29. November 2007 um 16:35 Uhr
Frühjahrsluft? Wo lebst du denn? Ich hab hier schon Kerzen angemacht, um das grau in grau draußen nicht zu deprimierend zu finden.. Außerdem regnets :(
Aber inzwischen bin ich trotzdem am lernen hehe ^^
Vreni
29. November 2007 um 16:44 Uhr
Ooohja, das kenne ich nur zu gut!!! Ich will gar nicht wissen, wie oft am Tag ich immer wieder die gleichen Seiten aufrufe, denn “da könnte ja was Neues stehen”! Ein paar Stunden keine Internetverbindung und ich habe das Gefühl, gerade jetzt will mich alle Welt im ICQ über die wichtigsten Themen ever informieren … hachja, schlimm schlimm. Lernen werd ich gleich aber auch noch, und nachher dann ins Gleis, wuhu :) DAS nenn ich mal sinnvoll genutzte Zeit =)
Martin Labuschin
29. November 2007 um 18:47 Uhr
Vreni, kennst du keine RSS-Feeds?
Der Satz “da könnte ja was Neues stehen” hat mich dank diesen Dingern schon lange nicht mehr beschäftigt.
Vreni
29. November 2007 um 18:59 Uhr
Doch, kenn ich, hab ich auch ausprobiert, aber ganz ehrlich, das find ich irgendwie unbefriedigend :D Das ganze Durchgeklicke hat ja auch was für sich irgendwie. Keine Ahnung, Gewohnheit halt, und Langeweile. Bla. :))
Martin Labuschin
29. November 2007 um 20:02 Uhr
Bla :)
Liliy
29. November 2007 um 21:21 Uhr
Danke für diesen Blog – damit habe ich nicht nur gerade “etwas Zeit totgeschlagen, die ich besser mit lernen hätte verbringen können”, sondern auch erfahren das ich nicht die einzige mit einer ganz speziellen Art von Aufschieberitis bin :D
Miriam
29. November 2007 um 21:24 Uhr
Hehe, gerngeschehn ;)
Kris
29. November 2007 um 21:28 Uhr
Getting Things Done
http://imgriff.com/serien/gtd-grundlagen ;)
Miriam
29. November 2007 um 21:37 Uhr
Danke, Kris, jetzt fehlt nur noch die Motivation ;)
Michel
12. Dezember 2007 um 16:23 Uhr
Aufschieberitis ist sowas von böse :(
Roland Kopp-Wichman
6. Februar 2008 um 19:20 Uhr
Das Problem mit Büchern und Tools zum Thema “Zeitmanagement” ist doch: die Menschen ohne Zeitprobleme wenden die Tools einfach an. Die Menschen mit Zeitproblemen kennen zwar auch die Tools – wenden sie aber nicht an!
Warum ist das so?
Über die psychologischen Hintergründe dabei habe ich einen Blogbeitrag geschrieben:
http://tinyurl.com/2km9ly