Time for change
Mit diesem Lied möchte ich gerne ganz pathetisch dem gestrigen Tag gedenken. Mir ist aufgefallen, dass ich während der gesamten Zeit in der ich politisch interessiert bin, die USA nie als einen großen Hoffnungsträger, oder ein Land zu dem man aufschauen sollte erfahren habe, sondern immer nur als einen Störfaktor der internationalen Gemeinschaft. Es wäre irgendwie schön, wenn sich das jetzt ändern würde. Aber ich finde, man sollte die Euphorie auch nicht übertreiben, denn wie ich irgendwo im Netz gelesen hab (ich vergess leider immer so schnell wo..): Jetzt müssen die Leute nur noch realisieren, dass Obama nicht der Messias ist. Diese ganze Obama-manie kommt mir teilweise schon etwas unheimlich vor, aber auf rationalerem Weg hätte er natürlich vermutlich nicht so viele Menschen erreicht. Ich krieg nur Gänsehaut wenn ich daran denke, bei einer deutschen Wahl hätte jemand so eine Kampagne gefahren. Ich glaube nicht, dass ich denjenigen dann gewählt hätte. Mir sind diese im Vergleich dazu schon eher moderaten deutschen Wahlkampagnen in denen man sich frei und ohne moralische Zwänge für eine Richtung entscheiden kann wesentlich lieber. Aber gut, Obama scheint ja wirklich eine positivere Richtung einschlagen zu wollen. Ich finde, jemand sollte ihm in den ersten Tagen seiner Amtszeit direkt mal das Kyoto-Protokoll zu schicken zwecks Beweis seines Gutmenschentums. Und den Sozialpakt der UN-Menschenrechtsverträge gleich hinterher. Dann können wir verhandeln über Hoffnungsträger und Messias.