Wie ich aus dem Tod Kapital schlage (und mich dafür hasse)
Wir haben einen Stammgast bei uns in der Eisdiele, der ist Millionär. Er ist Rentner, ein bisschen verquer vielleicht, immer mit einem Hut bedeckt, die eine oder andere italienische Vokabel auf den Lippen, ein wenig anzüglich manchmal, aber immer freundlich. Und er hat Lungenkrebs. (Vom Rauchen, liebe Raucher.) Sein Trinkgeld war immer schon großzügig. Seit es ihm schlecher geht, die Hoffnung auf ein gutes Ende davon marschiert, wird dieses Trinkgeld größer. Und größer. Und ich freue mich. Und hasse mich. Aber ich werde ihn in der Eisdiele vermissen, ganz sicher nicht des Geldes wegen.
Vreni
12. Dezember 2007 um 23:32 Uhr
Alter!
Kann deinen inneren Konflikt schon nachvollziehen irgendwie … Respekt für deine Ehrlichkeit ;)