Gedanken einer Wartenden

Eine lange Zeit saß ich da, ohne etwas zu tun zu haben außer darauf zu warten, dass meine Begleitung von ihrem Telefonat zurückkehrt an unseren Tisch in unserer liebsten Metal-Kneipe. Anstatt unheimlich beschäftigt wirkend mit meinem Handy rumzuspielen, schaute ich in der Gegend rum (wenn man wartet, kann man doch ruhig auch wartend aussehen), bis mein Blick an einem großen Poster von Lemmy, stilecht mit Gitarre und Sonnenbrille, hängenblieb. Wie komisch so ein Mensch auf einen Außerirdischen wirken muss, wunderte ich mich, und dachte, dass, wenn dieser Poster-Lemmy der erste Mensch wäre, den sie zu Gesicht kriegten, sie bestimmt denken würden, dass alle Menschen riesige schwarze Augen hätten und mit komischen Gegenständen vor dem Bauch herumlaufen würden. So wie in Science-Fiction-Filmen außerirdische Rassen sich zwar voneinander abheben, nicht aber innerhalb ihrer eigenen Art großartig verschieden dargestellt werden. Ich versuchte, diesen Gedanken irgendwie zu fassen und malte mir in meinem Kopf einen Blogeintrag darüber aus, was die Darstellung von Außerirdischen in Science-Fiction-Filmen über uns Menschen aussagt. Dann allerdings kam mir ein ganz anderer Gedanke: Jeder einzelne Mensch ist ein so unglaublich vielschichtiges und komplexes Wesen, dass es eigentlich eine unglaubliche Schande ist, dass sie alle nach so wenig Lebensjahren sterben müssen. Welch Verlust! Welch Verschwendung! Sterben ist scheiße.

3 Kommentare

  1. Gravatar von ad

    ad

    Was sollen die erst bei Gene Simmons denken?

  2. Gravatar von Miriam

    Miriam

    Haha, das wäre ganz schön verwirrend :D

  3. Gravatar von Tine

    Tine

    Ich hätte dich wirklich nicht so lange warten lassen sollen ;)

Einen Kommentar schreiben